Impressionen

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Gedanken für den Mai 2012

Dich zu lieben...

 

Das nächste Mal, wenn ich den Impuls spüre, unwirsch oder grob mit Dir zu reden, werde ich es hinunterschlucken und still sein. Dich zu lieben gibt mir nicht das Recht, grob mit Dir zu sei. Das gilt für uns beide.

 

Wenn ich einmal nicht großzügig und Dir keine Stütze sein kann, werde ich wenigstens versuchen, Dir nicht im Wege zu stehen. Dich zu lieben, heißt Dich wachsen sehen zu wollen.

 

Ich werde Dir meine Probleme nicht aufladen, Du hast selbst genug davon und kannst nicht auch noch meine brauchen. Meine Liebe soll Dir das Leben erleichtern und nicht verkomplizieren.

 

Ich muss nicht immer Recht haben. Ich kann akzeptieren, dass Du genauso oft Recht hast wie ich. Liebe heißt, miteinander teilen. Wenn ich immer schon im Voraus weiß, dass ich Recht habe, kann ich nie von Deinem Wissen profitieren.

 

Ich muss nicht immer alles bestimmen. Liebe ist ein Wechselspiel. Manchmal muss ich nachgeben. Ein andermal muss ich die Dinge in die Hand nehmen.

 

Ich brauche nicht perfekt zu sein – und Du auch nicht. Liebe ist ein Loblied an unser Menschsein, nicht an unsere Perfektion.

 

Ich will Dich nicht ändern wollen. Wenn ich Dich in meinem Leben haben möchte, dann ist es am besten für uns beide, wenn ich Dich so nehme, wie Du bist. Schließlich bedeutet lieben, voranzuschreiten und miteinander zu wachsen.

 

Ich brauche niemanden zu beschuldigen. Als erwachsener Mensch, der seine Entscheidungen aufgrund von persönlichen Erfahrungen trifft, trägt niemand außer mir die Schuld an meinen falschen Entscheidungen.

 

Liebe legt die Verantwortung in die Hände, in die sie gehört.

 

Ich habe meine Erwartungshaltung aufgegeben. Sich etwas zu wünschen ist eine Sache; etwas zu erwarten ist eine andere. Das eine bringt Hoffnung, das andere kann Leid bescheren.

 

Liebe ist frei von Erwartungen.

 

Aus tiefer Liebe lasse ich Dich ziehen, wo immer Du auch hingehst.

 

"Leo Buscaglia"